Geschichte der Kirche

Geschichte der Kirche

Die (Haupt-) Kirche

Die evangelische Kirche in Mödling (1875) war nach der Gumpendorfer Kirche (erbaut 1848/49) der 2. Kirchenneubau im Bereich der damaligen Wiener Pfarrgemeinde A.B., zu der damals auch Mödling und Umgebung gehörte.

Die Hauptfassade ist im Stil italienischer Frührenaissance gehalten und teilweise mit Sgraffito-Ornamenten verziert. Symmetrische Flügelmauern mit Säulenbalustraden verstärken den Gesamteindruck des Ensembles. Eine 14-stufige Freitreppe führt in das zwei Meter über Straßenniveau liegende Kircheninnere.

Die Gestaltung des Kircheninneren entspricht in stilistischer Hinsicht dem Wiener Historismus der Ringstraßenzeit, wobei man den Renaissancestil offenbar bewusst als jenen der Zeit der Reformation und des Humanismus gewählt hatte.

(Auszug aus der "CHRONIK der Evangelischen Gemeinde Mödling", die im Jubiläumsjahr 2000 zum Gedenken der Gründung der Evangelischen Gemeinde Mödling und der Kirchweihe vor 125 Jahren herausgegeben wurde).

 

Das Lichthaus

Das Evangelische Lichthaus wurde am 3. Dezember 2006 feierlich eröffnet. Nach Jahren intensiver Diskussion und Planung entstand dieser gelungene Verbindungsbau zwischen der Pfarrkirche und dem Haus Scheffergasse 10 (=heutige Pfarrkanzlei). Das Lichthaus ist ein großer, heller Raum, der das Tageslicht und das Grün des angrenzenden Pfarrgartens einlässt. Es dient der Pfarrgemeinde als Versammlungsraum, Vortragssaal, Festsaal, Konzertsaal, Ausstellungsraum und Proberaum für den Kinder- und Jugendchor Ohrwürmer. Weiter ist das Lichthaus jeden Sonntag nach dem Gottesdienst der Kommunikationsort, wenn sich Gottesdienstbesucher/innen beim Kirchenkaffee treffen und miteinander ins Gespräch kommen.

Neben den vielfältigen Aktivitäten der Pfarrgemeinde kann das Lichthaus auch für Veranstaltungen angemietet werden (Geburtstagsfeste, Agapen, Vorträge,...).

 

Das Gemeindehaus

Das Gemeindehaus an der Goldenen Stiege 2 wurde im Jahre 1887 eröffnet. Die Spendengelder dazu kamen von Gen.-Dir. Schüler (der k.u. k. Südbahn-Gesellschaft; Gedenktafel an der Gartenseite des Gebäudes).  Das Verfügungsrecht über das Haus erhielt damals der Evangelische Frauenverein, der bereits seit 1876 in Mödling überkonfessionell aktiv war. In diesem Kindergartenhaus konnten an die 50 Kinder betreut werden und ebenso viele Mädchen erwarben hier ihre Ausbildung im Bereich der handarbeitlichen Schulung. Nach einem langjährigen Streit zwischen Frauenverein und Pfarrgemeinde gelangte schließlich das Gebäude im Jahr 1936 in den Besitz der Evangelischen Pfarrgemeinde.

Heute dient der wunderschöne Garten mit seinen Obstbäumen, Holunderbüschen und Ziersträuchern jedes Jahr im Juni als Ort der Begegnung im Rahmen des Sommer-Gemeindefestes.

Die beiden Säle im Gemeindehaus, sowie der Klubraum und die Küche bieten Raum für vielfältige Aktivitäten, wie zum Beispiel: Jour fixe, Bewegung und Tanz, Vorträge, Kinder- und Jugendtreffs, Gesprächsrunden und Konzerte.

Neben den vielfältigen Aktivitäten der Pfarrgemeinde kann das Gemeindehaus auch für Veranstaltungen angemietet werden (Geburtstagsfeste, Vorträge, Flohmarkt...).